YOIK (2014)


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Wenn in Lappland ein «YOIK» angestimmt wird, fühlt man sich als Zuhörer um einige hundert Jahre zurückversetzt. Es gehört zum Urtümlichsten, was man in Europa heute noch hören kann, das «Yoiken» – der kehlige Gesang der Samen.
In seinem diesjährigen Herbstprojekt widmet sich das Vokalensemble pourChœur dieser uralten Art von Naturgesang aus dem Norden Europas. Das Besingen der Natur ähnelt in mancher Hinsicht dem Naturjodel, wie wir ihn in der Schweiz kennen – es wird spontan und ohne Text improvisiert, ruhige, meditative Klänge wechseln sich ab mit stürmischen Melodien.

Die fünf Werke, die dem Konzertprogramm den Rahmen geben, gehen dem «YOIK» auf ganz unterschiedliche Art und Weise auf den Grund. So werden Hirtenrufe verwoben mit «YOIKS» an die Fabelwesen der Wälder Schwedens, schillernde Klangwolken erzählen von Regen und Gewitter.

Auch im Rahmen des Projekts «YOIK» steht der Dialog zwischen traditioneller und zeitgenössischer Musik im Zentrum: Dem Vokalensemble pourChœur ist es ein grosses Anliegen, junge in Basel wirkende Komponistinnen und Komponisten zu fördern und ihnen eine Plattform zur Aufführung von neuen, originellen Werken zu bieten. Vom «Yoiken» hat sich auch die junge chinesische Komponistin Yiran Zhao inspirieren lassen: In den Kompositionen, die derzeit eigens für das Projekt entstehen, wird sie die urtümlichen Klänge der Samen mit Schweizer Jodelmelodien in ihrer eigenen musikalischen Sprache zu neuen und aufregenden Klangwelten verbinden. So wird sie unter anderem ein Stück für zwei Dirigenten und Doppelchor schreiben.

Die vierzig Sängerinnen und Sänger von pourChœur werden bei «YOIK» von einem Naturhorn und Perkussionsinstrumenten unterstützt. Das Horn wird dabei die Klänge der Alpen repräsentieren, während das Schlagzeug die traditionellen Klänge der Samen aufgreifen wird.

Gunnar Hahn: Rondo Lapponico
Yiran Zhao: Jodeln
Veljo Tormis: Helletused
Yiran Zhao: Yoik
Anders Hillborg: muoɔɑaəyiywɔoum
Yiran Zhao: Natur
Jan Sandström: Biegga luohte
Yiran Zhao: kong gu chuan sheng
Jaakko Mäntyjärvi: Pseudo Yoik

Konzertdaten
So 19. Oktober 2014, 16:00 Uhr (Auszüge aus dem Programm, Ref. Kirche Diegten)
Sa 8. November 2014, 20:00 Uhr – Theodorskirche Basel
So 9. November 2014, 15:00 Uhr – Kath. Kirche Muttenz

pourChœur Vokalensemble

Perkussion
Bastian Pfefferli

Naturhorn
Aurélien Tschopp

Leitung
Samuel Strub
Marco Beltrani

Reaktionen

„Für mich war dieses Konzert eines der absolut besten Chorkonzerte, welches ich je gehört habe. Das Programm war in sich vollkommen und perfekt dramaturgisch aufgebaut. Die Kombination der traditionellen Yoiks mit den Kompositionen von Yiran Zhao wirkte sehr gelungen.
Mein persönliches Highlight war das Stück muoayiyoum von Anders Hillborg! Ich war während des ganzen Stückes wie in Trance! Mir ist ein Chorstück noch nie so eingefahren. Es war ein einmaliges Erlebnis, welches sich vermutlich nicht überbieten lässt!“
— Mauro Ursprung